Aktuelles

Dankschreiben der Bundestafel

PFLANZAKTION BEI DER NEUAPOSTOLISCHEN KIRCHE

Als Dankeschön für die Gaben beim Erntedankfest

hat die Tafel Gronau e.V. einen Apfelbaum gepflanzt.

Anwesend bei der Pflanzaktion  von der Tafel Gronau e.V.

Geschäftsführer Reiner Liedtke /(Ute Wächtler nicht mit auf dem Bild)

Von der Neuapostolischen Kirche : Ralf Rosowski, Herr Mälk

Und Herr Luis

 

WN Donnerstag, 01.03.2018

Gronauer Tafel

Aufnahmestopp wäre schlechte Lösung            

Rund 460 Menschen aus 35 Nationen werden aktuell von der Gronauer Tafel betreut. Dienstags und freitags, jeweils nachmittags kommen sie zur Zollstraße 10, um für sich oder ihre Angehörigen Waren abzuholen. Einige kommen selten, andere häufiger.

Foto: Erhard Kurlemannn

Die Entscheidung der Essener Tafel ist auch Gesprächsthema
bei den Mitarbeitern der Tafel in Gronau. Für den Vorsitzenden
Georg Gartmann (hinten, Mitte) ist indes klar:
Ein Aufnahmestopp wäre die schlechteste aller Lösungen.

 

„Die Möglichkeiten der Gronauer Tafel sind begrenzt. Uns bleibt nur ein kleiner Spielraum“, beschreibt Vorsitzender Georg Gartmann die Situation. „Wir können derzeit den Alltagsbetrieb bewältigen, weil sich unsere rund 60 Mitarbeiter sehr engagiert einbringen.“ Dennoch: Kurz sei er zusammengezuckt, gesteht Gartmann. Und zwar, als er von der Entscheidung der Essener Tafel erfahren habe. Deren Vorstand hatte sich dafür ausgesprochen, zunächst nur deutsche Staatsbürger als neue Klienten zu versorgen.

„Dieses Vorgehen wird auch bei unseren Mitarbeitern intensiv diskutiert. Das ist ein wichtiges Thema. Das Anliegen der Tafeln vom Grundsatz her war immer sozial ausgelegt. Klar, eine weiter steigende Nachfrage wäre auch für die Tafel in Gronau eine Herausforderung“, erklärt der Vorsitzende und stellt klar: „Wir suchen bei Schwierigkeiten zunächst das Gespräch mit der Stadt. Ein Aufnahmestopp wäre die schlechteste aller Lösungen“.

Lange Warteschlangen „mit Drängeln und Schieben“ gehören in Gronau schon lange der Vergangenheit an. „Es gibt vier Gruppen. Dienstags und freitags wird jeweils um 11 Uhr eine Gruppe in das Gebäude gelassen. Im Warteraum ziehen alle jeweils eine Nummer aus einem herumgereichten Eimer“, erläutert der Vorsitzende das Prinzip. Die Losnummern bestimmten die Reihenfolge der Ausgabe. „Mal hat man Glück, mal Pech.“

Die Tafel in Gronau orientiere ihre Arbeit an dem Leitsatz, „das was da ist, an die zu verteilen, die einen geringen finanziellen Spielraum haben.“

Am Dienstag war erster Ausgabetag nach der Essen-Entscheidung. Viele der Ausländer hätten davon nichts mitbekommen, hat der Vorsitzende bei einer Umfrage festgestellt. Ein deutscher Kunde habe jedoch die Meinung vertreten, dass so eine Entscheidung Ausländer diskriminiere und allein deshalb schon nicht in Ordnung sei – trotz aller Probleme, die es geben könne.

Georg Gartmann hat die Statistik der Tafel für die vergangenen sechs Monate ausgewertet. Insgesamt seien 1053 Personen unterstützt worden, einschließlich aller Familienangehörigen. „Davon waren 38 Prozent Deutsche. Da ausländische Familien häufiger mehr Kinder haben, ergibt sich dieser geringe Prozentsatz“, erläutert Gartmann. Die Zahl der deutschen Besucher liegt  bei 44 Prozent.

Der Vorsitzende verweist auf ein weiteres Plus. „Unter unseren Ehrenamtlichen sind Leute, die russisch sprechen. Oder Menschen, die aus dem Irak und Syrien stammen. Oder aus der Türkei oder aus Polen.“ Wenn es Probleme, auch sprachlicher Art, gegeben habe, sei bislang noch immer eine Lösung gefunden worden. Dabei gibt es auch Besonderheiten. Über eine alte aramäische Sprache konnten sich Araber verständigen, die eigentlich sehr unterschiedliche Dialekte als Muttersprache hatten.

Natürlich gebe es immer mal wieder Menschen, die vom Angebot der Tafel enttäuscht seien. „Aktuell zum Beispiel sind Obst und Gemüse sehr knapp“. Gartmann erinnert daran, dass die Arbeit der Tafel sich aus Spenden finanziert. „Das gilt auch für das, was wir als Angebot machen können.“ Da gebe es durchaus saisonale Schwankungen. „Aber wenn wir das erklären, können die Leute das meistens schnell nachvollziehen.“ Außerdem sei eine „Vollversorgung“ ohnehin weder möglich noch gewollt.

► Wer sich bei der Tafel engagieren oder sich über die Arbeit informieren will: Unter ✆  02562 81 75 79 gibt es Antworten. „Oder einfach mal vorbeikommen!“

 

Di., 21.11.2017

Sparkasse spendet der Tafel Geld für Betongarage

 Neue Lagermöglichkeit für die Tafel

Freude über die neue Lagermöglichkeit: Tafel-Vorsitzender Georg Gartmann (l.), Geschäftsführer Reiner Liedtke (r.), Beisitzer Dr. Dietmar Breer (3.v.l.), Beiratsmitglied Karl-Heinz Hoffmann-Hansen (2.v.r) und Wilhelm Nassmacher, Bereichsdirektor der Sparkasse Westmünsterland.

Freude über die neue Lagermöglichkeit: Tafel-Vorsitzender Georg Gartmann (l.), Geschäftsführer Reiner Liedtke (r.), Beisitzer Dr. Dietmar Breer (3.v.l.), Beiratsmitglied Karl-Heinz Hoffmann-Hansen (2.v.r) und Wilhelm Nassmacher, Bereichsdirektor der Sparkasse Westmünsterland. Foto: Klaus Wiedau

Gronau -

Elegant gelöst hat die Gronauer Tafel jetzt ein logistisches Problem: Um länger haltbare Waren, die meist auf Paletten zur Verfügung gestellt wird, lagern zu können, wurde jetzt auf dem Gelände an der Zollstraße eine Fertiggarage aufgestellt. „Darin können wir 13 Paletten mit einem Warengewicht bis zu fünf Tonnen lagern“, freuen sich der Vorsitzende der Tafel, Georg Gartmann, und Geschäftsführer Reiner Liedtke. Möglich wurden die Anschaffung des rund 6000 Euro teuren „Lagers“ (Garage plus Nebenkosten für Fundamente, Anlieferung und Kran) durch eine 5000-Euro-Spende der Sparkasse Westmünsterland.

Durch die täglichen Fahrten zu Discountern und Lebensmittelhändlern sammelt die Tafel Obst und Gemüse ein. Diese Mengen sind jedoch eher begrenzt, da die einzelnen Filialen an eine straffe Disposition gebunden sind. In den letzten Jahren hat sich die Tafel deshalb verstärkt darum bemüht, zusätzliche Waren durch die Zusammenarbeit im Verbund mit anderen Tafeln zu erhalten. Dabei handelt es sich um Produkte, die aufgrund von Überproduktion, geringen Absatzmöglichkeiten oder Transportschäden zur Verfügung gestellt werden. Das Haltbarkeitsdatum dieser Waren reicht oft noch für mehrere Monate, sodass sie nach und nach als Ergänzung zum aktuellen Obst und Gemüse ausgegeben werden können.

In der Regel geht es dabei um Waren auf Paletten, für die in den vorhandenen Lagerräumen nur begrenzter Platz vorhanden ist. Daher gab es seit einiger Zeit Pläne, neben dem Gebäude der Tafel eine Fertiggarage aufzustellen, die für diesen Zweck geeignet erscheint. Das ist inzwischen geschehen. Der benötigte Platz war vorhanden und die Stenau-Stiftung als Eigentümer des Grundstücks hat dem Projekt im Vorfeld zugestimmt.

Die Gronauer Tafel besteht inzwischen seit 14 Jahren – und der Bedarf ist ungebrochen: „Rund 200 Personen kommen Woche für Woche zu den Ausgabeterminen, um für sich und ihre Angehörigen Waren abzuholen“, so Georg Gartmann. Bisher wurde niemand abgewiesen, der seine Berechtigung durch Vorlage eines Bescheides des Job-Centers, des Sozialamtes oder der Rentenversicherung nachweisen konnte.

Gartmann weiter: „Einerseits können wir durch die Ausgabe von Lebensmitteln viele Familien und Einzelpersonen unterstützen und ihnen so einen kleinen finanziellen Spielraum verschaffen. Dies kommt unter anderem auch Kindern zugute, die in besonderem Maße unter der oft prekären Situation in bedürftigen Familien leiden. Natürlich gehören auch Flüchtlinge zu unseren Besuchern.“

Auf der anderen Seite, so Gartmann weiter, sei bekannt, dass in Deutschland jährlich Millionen Tonnen von genießbaren Lebensmitteln vernichtet werden. Die Tafeln sammeln täglich einen Teil dieser Waren ein und stellen sie den Berechtigten zur Verfügung. „So bemühen wir uns, einen gewissen Ausgleich zu schaffen. Allein bei der Gronauer Tafel werden wöchentlich im Durchschnitt drei bis vier Tonnen Lebensmittel sortiert, aufbereitet und für die Ausgabe bereitgestellt.“

Möglich ist dies nur durch die Mitarbeit von über 60 Ehrenamtlichen, die ihre Kraft und Zeit zur Verfügung stellen. Dabei reichen die Aufgaben vom Einsammeln der Lebensmittel über die Sortierung und Lagerung, den Reinigungsdienst bis zur Ausgabe und der Bürotätigkeit. Und die Mitarbeiter übernehmen auch andere Aufgaben. So wurden Pflasterarbeiten und das Gießen der Fundamentstreifen für die neue Fertiggarage von einigen Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern in Eigenleistung bewältigt.

WEIHNACHTS-PÄCKCHEN FÜR BEDÜRFTIGE KINDER

 

Georg Gartmann (Tafel), Schulleiterin Maria Schmeing und die Mitglieder des Schülerparlaments freuen sich über die vielen Weihnachtspäckchen. Foto: Overberg-Schule 

Ein altes Sprichwort besagt, dass das Geheimnis der Weihnacht darin liege, die Freude mit anderen zu teilen. Dies hat sich nun die gesamte Schulgemeinde der Bernhard-Overberg-Schule zu Herzen genommen.

Ein altes Sprichwort besagt, dass das Geheimnis der Weihnacht darin liege, die Freude mit anderen zu teilen. Dies hat sich nun die gesamte Schulgemeinde der Bernhard-Overberg-Schule zu Herzen genommen und in der Adventszeit Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in Epe gepackt.

Gekoppelt war diese Aktion an das Projekt „ Weihnachten im Schuhkarton“ und an viele Gespräche im Religionsunterricht, in denen die Kinder herausfanden, dass es auch in ihrem Umfeld Familien gibt, für die die Bescherung am Heiligen Abend sehr spärlich ausfällt.

Gemeinsam mit dem Schülerparlament startete die Schulleiterin Maria Schmeing einen Aufruf an alle Eltern und Kinder der Schule mit der Bitte, kleine Weihnachtspakete mit hübschen Überraschungen für Kinder zu packen. Im Laufe der Adventszeit wurde es im Lehrerzimmer immer bunter und weihnachtlicher, denn es kamen jeden Tag neue Weihnachtspäckchen hinzu.

Fröhlich berichteten die Kinder, was sie verpackt hatten. In vielen Päckchen fand sich außerdem auch ein netter Weihnachtsgruß oder ein selbst gemaltes Bild. Georg Gartmann von der Gronauer Tafel staunte nicht schlecht, als er jetzt vom Schülerparlament der Schule die zahlreichen Geschenke überreicht bekam.

Mit einem herzlichen Dank vom gesamten „Tafel-Team“ und dem Wissen, anderen eine große Freude gemacht zu haben, wurden die Kinder wieder in den Unterricht entlassen.

te-online.net